Die Ode ist eine feierliche Gedichtform, die durch einen würdevollen und oft pathetischen Ton besticht. Charakteristisch ist ihr strenger strophischer Aufbau, wobei sie meist metrisch gebunden bleibt, aber auf ein festes Reimschema verzichtet.
Der Begriff entstammt dem griechischen *ōdē* für „Gesang“. In der Antike wurden Oden musikalisch begleitet, wobei man zwischen den griechischen Modellen (Pindar) und den lateinischen Vorbildern (Horaz) unterschied.
Im 18. Jahrhundert grenzte man die Ode deutlicher vom schlichten Lied ab. Dichter wie Klopstock und Hölderlin nutzten die Form für stilistische Experimente und entwickelten sie hin zu freien Rhythmen. Aufgrund dieser metrischen Ungebundenheit weist die Ode in ihrer modernen Ausprägung eine enge Verwandtschaft zur Hymne auf.