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Ballade



Packende Erzählungen üben seit jeher eine große Faszination auf Menschen aus. Bereits vor rund 300 Jahren reisten Schausteller von Ort zu Ort, um in den Dörfern von Liebe, Eifersucht, Heldentaten und dem Tod zu berichten. Diese Ära war die Blütezeit der Balladen – jener charakteristischen Erzähllieder, die damals wie heute ihr Publikum fesseln.

Was ist eine Ballade?

In einer Ballade werden Geschichten über dramatische Begebenheiten oder außergewöhnliche Ereignisse in lyrischer Form aufbereitet. Das wesentliche Merkmal dieser Gattung ist die Verschmelzung der drei literarischen Grundformen:

Epik Dramatik Lyrik
Balladen beinhalten eine Handlung, in der verschiedene Charaktere agieren und eine Geschichte entfalten. Der Aufbau ist oft spannungsgeladen mit Einleitung, Höhepunkt und einer klaren Auflösung. Zudem sind direkte Dialoge zwischen den Figuren typisch. Die äußere Form ist durch die Gliederung in Strophen und Verse sowie häufige Reimschemata gekennzeichnet. Zudem weist der Text häufig eine Bildhaftigkeit auf.



Die Merkmale auf einen Blick

Eine Ballade…

  • berichtet von einem fesselnden Ereignis oder Geschehen.
  • verfügt über einen gezielten Aufbau von Spannung (Spannungsbogen).
  • ist formal in Strophen und Verse gegliedert, die zumeist gereimt sind.
  • nutzt häufig die direkte Rede der handelnden Figuren.
  • thematisiert oft ein ungewöhnliches oder übernatürliches Vorkommnis.
  • verwendet sprachliche Bilder und rhetorische Mittel, um die Handlung anschaulich zu gestalten.


ballade.txt · Zuletzt geändert: von marfel